Motiv simplu cu fluture, aplicat ca tatuaj temporar; un exemplu neutru, fără semnificație religioasă

Sind Tattoos haram? Was islamische Gelehrte sagen und wie Henna und abwaschbare Motive eingeordnet werden

Ein quellenbasierter Überblick darüber, wie islamische Gelehrte unterschiedlicher Schulen permanente Tattoos, Henna und abwaschbare bzw. temporäre Tattoos bewerten, ohne eine eigene Fatwa auszusprechen.

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Ob ein Tattoo im Islam haram ist, hängt davon ab, welche Art von Tattoo gemeint ist und welcher Rechtsschule oder welchem Gelehrten man folgt. Für ein permanentes, mit der Nadel gestochenes Tattoo vertritt die große Mehrheit sunnitischer Gelehrter die Position, dass es verboten ist, gestützt auf einen konkreten Hadith und die Vorstellung, dass ein solcher Eingriff Allahs Schöpfung dauerhaft verändert. Für Henna, für die veröffentlichte Position des Büros von Großajatollah Sistani zu subkutanen Tattoos und für abwaschbare oder temporäre Tattoos gibt es dagegen eigenständige und teils widersprüchliche Einschätzungen, die dieser Artikel einzeln vorstellt. Er ersetzt kein persönliches Gespräch mit einem Gelehrten der eigenen Tradition, sondern ordnet lediglich ein, was anerkannte Quellen dazu veröffentlicht haben.

  • Ein permanentes Tattoo gilt nach der mehrheitlich sunnitischen Auffassung als haram, begründet mit einem Hadith über das Verändern von Allahs Schöpfung.
  • Nach der Position des Büros von Großajatollah Sistani ist ein subkutanes Tattoo an sich erlaubt und hat keine Auswirkung auf Wudu, Ghusl oder das Gebet.
  • Henna gilt in der Regel als erlaubt, allerdings mit der Bedingung, dass die verzierte Haut nicht vor nicht-mahram Männern gezeigt wird.
  • Bei abwaschbaren oder temporären Tattoos kommen zwei zitierte Fatwa-Quellen zu entgegengesetzten Einschätzungen: Die eine behandelt sie wie ein permanentes Tattoo, die andere eher wie temporäres Make-up.

Warum diese Frage so oft gestellt wird

Wer nach "sind Tattoos haram" sucht, befindet sich meistens in einer von mehreren ganz unterschiedlichen Situationen. Es kann eine praktizierende Muslima oder ein praktizierender Muslim sein, die oder der über ein Motiv nachdenkt und vorher wissen möchte, wie die eigene Glaubensrichtung dazu steht. Es kann jemand sein, der zum Islam konvertiert ist und ein älteres Tattoo aus der Zeit davor trägt und nun unsicher ist, was das für die eigene Praxis bedeutet. Es kann eine Tätowiererin oder ein Kunde ohne muslimischen Hintergrund sein, die das Anliegen eines Kunden besser verstehen möchte. Und es kann ein Elternteil sein, das von einem Teenager gefragt wird, ob ein bestimmtes Motiv überhaupt infrage kommt.

Dieser Artikel berichtet, was anerkannte Gelehrte und religiöse Autoritäten dazu veröffentlicht haben. Er spricht selbst kein eigenes Urteil und keine eigene Fatwa aus. Für die konkrete, persönliche Situation bleibt der eigene Imam oder ein Gelehrter der eigenen Schule die richtige Ansprechperson, gerade weil sich die Einschätzungen zwischen den Traditionen unterscheiden, wie die folgenden Abschnitte zeigen.

Permanente Tattoos: die Mehrheitsmeinung sunnitischer Gelehrter

Für die große Mehrheit sunnitischer Gelehrter ist ein permanentes, mit der Nadel gestochenes Tattoo haram. Islamqa.info definiert Tätowieren als das Stechen der Haut und das Einbringen von Pigment, wodurch die Hautfarbe dauerhaft verändert wird, und stuft diesen Eingriff ohne eine Ausnahme für den dabei entstehenden Schmerz als verboten ein; die Antwort beruft sich dabei auf klassische fiqh-Werke wie Al-Mughni und auf einen breiten gelehrten Konsens (Quelle: Are Tattoos Haram in Islam? – islamqa.info).

Was der zitierte Hadith genau besagt

Die Begründung stützt sich auf einen Hadith, den Abd-Allah ibn Mas'ood überliefert hat und der sowohl in Sahih al-Bukhari als auch in Sahih Muslim verzeichnet ist. Darin wird berichtet, dass der Prophet Frauen verflucht hat, die tätowieren, und Frauen, die sich tätowieren lassen, zusammen mit anderen genannten Praktiken wie dem Zupfen der Augenbrauen und dem Feilen der Zähne zur Verschönerung. Diese Praktiken werden in der Überlieferung als Verändern von Allahs Schöpfung eingeordnet (Quelle: Ruling on tattooing in Islam – islamqa.info). Das Islamweb-Fatwazentrum stuft Tätowieren auf dieser Grundlage als große Sünde ein, nicht nur als unerwünscht, und rät dazu, ein bestehendes Tattoo zu bereuen und zu entfernen, sofern das möglich ist (Quelle: Ruling on Tattooing – Islamweb Fatwa Center).

Was gilt, wenn die Entfernung gefährlich wäre

Dieselbe Islamweb-Fatwa zitiert die Position des klassischen Gelehrten An-Nawawi für den Fall, dass die Entfernung selbst zum Problem würde. Würde ein Eingriff voraussichtlich ein Organ schädigen oder eine schwere Verletzung, starke Schmerzen oder bleibende Wunden verursachen, muss die Entfernung nach dieser Auffassung nicht erzwungen werden, weil der Islam keine unzumutbare Härte verlangt. Das bestehende Tattoo darf in einem solchen Fall bleiben, während die grundsätzliche Bewertung als Sünde davon unberührt bleibt (Quelle: Ruling on Tattooing – Islamweb Fatwa Center). Wer ein älteres Tattoo trägt und sich fragt, was in der eigenen Situation sinnvoll ist, findet in diesem Punkt also keine pauschale Antwort, sondern eine Abwägung, die ein Gelehrter anhand der konkreten Umstände vornimmt.

Nicht alle Rechtsschulen und Traditionen kommen zum selben Ergebnis

Die oben beschriebene Position ist mehrheitlich sunnitisch, aber nicht die einzige veröffentlichte Position im Islam. Die offizielle Frage-und-Antwort-Seite des Büros von Großajatollah Al-Sayyid Al-Sistani, einer bedeutenden Autorität der schiitischen Tradition, beantwortet eine direkte Frage dazu mit der Aussage, dass ein subkutanes Tattoo an sich erlaubt ist und weder Wudu (die rituelle Waschung) noch Ghusl (die große rituelle Waschung) noch das Gebet beeinträchtigt (Quelle: Tattoos – Q&A, Office of Al-Sayyid Al-Sistani).

Das ist keine Ausnahme oder ein Schlupfloch gegenüber der sunnitischen Position, sondern das Ergebnis einer eigenständigen Argumentation innerhalb der schiitischen Rechtstradition, die die Frage vor allem über die rituelle Reinheit beantwortet und dabei zu einem anderen praktischen Schluss kommt. Welche Einschätzung für eine Leserin oder einen Leser im Einzelfall maßgeblich ist, hängt also sichtbar davon ab, welcher Schule oder welchem Gelehrten man folgt, und genau deshalb lässt sich die eingangs gestellte Frage nicht mit einem einzigen Satz beantworten.

Henna: in der Regel erlaubt, mit einigen Bedingungen

Henna wird in den Quellen als eigenständige Frage behandelt, getrennt von der Bewertung des Nadeltattoos. Eine Islamweb-Fatwa beschreibt das Auftragen von Henna auf die Hände als erlaubt und, gestützt auf eine überlieferte Anweisung des Propheten ("Trage Henna auf"), sogar als empfohlen für Frauen, unabhängig vom Familienstand. Auch während der Menstruation oder im Wochenbett wird die Anwendung als zulässig beschrieben (Quelle: Henna is permissible… – Islamweb Fatwa Center).

Dieselbe Fatwa nennt eine klare Bedingung: Die mit Henna verzierte Haut soll nicht vor nicht-mahram Männern gezeigt werden, mit Verweis auf den im Koran genannten Schmuck-Vers (24:31); wo nötig, wird empfohlen, die Hände zu bedecken. Die Begründung, warum Henna anders beurteilt wird als ein Nadeltattoo, liegt in der Natur der Veränderung selbst: Henna verblasst mit der Zeit von allein und verändert die Haut nicht dauerhaft, während ein gestochenes Tattoo genau diese dauerhafte Veränderung bewirkt, die in der oben zitierten Mehrheitsposition den Ausschlag gibt.

Abwaschbare und temporäre Tattoos: geteilte Meinungen unter den Gelehrten selbst

Bei abwaschbaren oder temporären Tattoos, also Motiven, die nach einigen Tagen bis Wochen von selbst verblassen, lässt sich keine einheitliche Position feststellen. Zwei der in diesem Artikel herangezogenen Fatwa-Quellen kommen hier zu entgegengesetzten Einschätzungen, und beide werden im Folgenden gleichberechtigt dargestellt, weil keine der beiden Linien die bequemere für eine Marke ist, die temporäre Designs verkauft.

Wenn ein temporäres Motiv wie ein permanentes Tattoo behandelt wird

Eine gesonderte Islamweb-Fatwa zu nicht-permanenten Tattoos kommt zu dem Schluss, dass zwischen einem permanenten Tattoo und einem Tattoo, das nur für eine begrenzte Zeit angelegt ist, kein relevanter Unterschied besteht. Als Beispiel wird dort ein Tattoo genannt, das etwa zwei Jahre halten soll. Die Begründung lautet, dass niemand weiß, wann das eigene Leben endet, sodass die zeitliche Begrenzung eines Tattoos die grundsätzliche Bewertung nicht verändert (Quelle: Non-permanent tattoos – Islamweb Fatwa Center).

Wenn ein temporäres Motiv eher wie Make-up behandelt wird

IslamGuide.info unterscheidet dagegen zwischen einer dauerhaften Verzierung, die Farbe oder Form eines Körperteils verändert und als Verändern von Allahs Schöpfung gilt, und einer zeitlich begrenzten Verzierung, die von selbst wieder verschwindet. Diese zweite Kategorie wird dort mit Kajal, Rouge oder Lippenstift verglichen und unter bestimmten Bedingungen als erlaubt eingestuft: Das Motiv darf keine Menschen oder Tiere darstellen, darf nicht vor nicht-mahram Männern gezeigt werden, darf der Haut nicht schaden oder schädliche Stoffe enthalten, darf nicht unislamische oder unsittliche Praktiken nachahmen und darf kein Symbol einer anderen Religion tragen (Quelle: Temporary and permanent tattoos – islamguide.info).

Diese beiden Positionen widersprechen sich inhaltlich, und dieser Artikel entscheidet nicht, welche davon zutreffender ist. Eine Gemeinsamkeit lässt sich dennoch festhalten: Beide zitierten Quellen würden ein Motiv ablehnen, das der Haut nachweislich schadet, unabhängig davon, welcher der beiden Linien man sonst folgt. Wer sich für die Sicherheit eines Produkts interessiert, bevor er oder sie überhaupt zur religiösen Frage kommt, findet dazu mehr im Artikel über die Inhaltsstoffe und die Prüfung der InkLabs-Tinte.

Was das für deine eigene Entscheidung bedeutet

Es gibt keine einzelne "die islamische Antwort" auf die Frage, ob Tattoos haram sind. Für ein permanentes Nadeltattoo vertritt die Mehrheit sunnitischer Gelehrter eine klare Ablehnung, während die zitierte Position aus der schiitischen Tradition zu einem anderen Ergebnis kommt; Henna wird eigenständig und überwiegend positiv beurteilt; und bei temporären Tattoos widersprechen sich zwei zitierte Fatwa-Quellen direkt. Die passende Antwort für die eigene Situation, einschließlich eines bereits vorhandenen Tattoos, lässt sich deshalb am verlässlichsten im Gespräch mit einem Gelehrten der eigenen Schule oder Tradition finden. Wer sich zusätzlich für die kulturgeschichtliche Seite des Themas interessiert, findet dazu einen eigenen Beitrag über die Geschichte des Tätowierens von Ötzi bis zum Klebetattoo.

Unabhängig von der religiösen Bewertung gibt es einen rein praktischen Punkt: Ein abwaschbares Design zeigt, wie ein Motiv in einer bestimmten Größe und an einer bestimmten Stelle auf der eigenen Haut tatsächlich wirkt, bevor überhaupt eine dauerhafte Entscheidung ansteht. Das ist ein separater, praktischer Aspekt und keine religiöse Einordnung; ein temporäres Motiv "löst" oder "testet" die oben beschriebene Frage nicht, es zeigt lediglich Größe und Platzierung. Wer diesen Vergleich zwischen einem vorübergehenden und einem endgültigen Schritt grundsätzlich durchdenken möchte, findet dazu eine ausführlichere Entscheidungshilfe zwischen temporären und permanenten Tattoos, und wer speziell zwischen Henna und einem temporären Tattoo abwägt, findet die praktischen Unterschiede in Material, Haltbarkeit und Hautbild in diesem Vergleich zwischen temporären Tattoos und Henna.

Als neutrales Beispiel, wie ein solches temporäres Motiv aussehen kann: ein schlichtes, nicht-religiöses Design wie ein Schmetterling oder ein feiner Kompass, ohne jede symbolische oder religiöse Bedeutung.

Schlichtes Schmetterlings-Motiv als temporäres Tattoo, ein neutrales Beispiel ohne religiöse Bedeutung
Ein einfaches, nicht-religiöses Motiv wie dieser Schmetterling eignet sich als neutrales Beispiel für ein temporäres Design.
Feines Kompass-Motiv als temporäres Tattoo, ein weiteres neutrales Beispiel ohne religiöse Symbolik
Auch ein feines Kompass-Motiv zeigt, wie ein geometrisches Design ohne religiösen Bezug auf der Haut wirkt.

Wer solche Motive ansehen möchte, findet eine Übersicht aller verfügbaren Designs in der Kollektion der temporären Tattoos. Für die Frage, ob ein Tattoo im Islam haram ist, bleibt das jedoch ein getrennter, praktischer Punkt und keine religiöse Freigabe oder Einordnung von InkLabs-Produkten.

Wer sich generell Gedanken über das erste Tattoo, Platzierung und Sichtbarkeit macht, findet dazu einen eigenen Leitfaden zum ersten Tattoo, der die praktischen Überlegungen unabhängig von der hier besprochenen religiösen Frage behandelt.